Lego kleben?

Normalerweise verbietet es sich für einen LEGO-Modellbauer, die Steine zu kleben, anzumalen, zu zersägen oder auf irgendeine andere Art zu modifizieren. Ab und zu ist es allerdings nötig, dass fertige Modelle verklebt werden. So z.B., wenn die Modelle öffentlich ausgestellt werden und deswegen die Gefahr besteht, dass sie beschädigt werden.
Da kommen wir zum großen Problem bei Lego. Die normalen Steine bestehen aus ABS-Kunststoff (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat). Die restlichen Steine (transparente Steine und weiche Bauteile) bestehen aus anderen Materialien. Leider lässt sich ABS nicht problemlos mit normalen Klebstoffen verkleben. Sekundenkleber z.B. "blumt" aus und bildet hässliche weiße Ränder.
Lego selbst verwendet ein Lösungsmittel, um seine Modelle zu verkleben. Da dieses Lösungsmittel allerdings nicht im normalen Handel verfügbar ist, scheidet es aus.
Bei meinen Recherchen bin ich dann auf UHU allplast gestoßen. Dieser Klebstoff verklebt die Teile nicht einfach miteinander, sondern verbindet sie durch kaltschweißen. Das heißt, die Teile werden leicht angelöst und verbinden sich beim Aushärten untrennbar miteinander. Dieser Kleber funktioniert recht gut, ist in der Anwendung allerdings nicht ganz einfach. Er tropft und zieht Fäden. So muss man beim Kleben der Teile recht vorsichtig damit umgehen, damit es keine hässlichen Klebstoffnasen gibt.
Mit diesem Klebstoff habe ich mehrere Schweine verklebt, die ich für meinen Friseur gebaut habe. Die Schweine müssen recht oft geöffnet werden, da sie die Trinkgeldkassen sind und außerdem spielen gerade die kleineren Kunden öfter mit den Schweinchen. Da ist es nicht sehr praktisch, wenn die Schweine permanent auseinanderfallen.

 

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